Entwicklung der Menschheit

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Steinzeit

Vor einigen zehntausend Jahren
- oder auch früher -
fiel es einem Affen, der sich nach einem opulenten Mahl an
seinen Baum gelehnt hatte ein, daß es außer Fressen und Schlafen
doch noch andere, kurzweilige Dinge geben müsse, die man tun könne.
Er grübelte und grübelte
( ohne zu wissen, dass sein Denkprozess später einmal so heißen würde)
und schlief darüber wieder ein.
Dies passierte ihm eigentlich immer, wenn er vollgefressen war.

Einige Generationen später (oder auch mehr) sah sein Ur.ur.ur usw -Enkel
eines Tages einen abgebrochenen Zweig neben einem Termitenhügel liegen.
Die Spitze des Zweiges wies genau auf einen Eingang
dieser interessanten Wohnanlage.
Mehr aus Langeweile versuchte besagter Ur-Ur-Enkel nun,
mit seinen etwas fahrigen Greifwerkzeugen den Zweig zu fassen,

Dabei stellte er sich  jedoch so ungeschickt an,
daß ihm der Zweig in den Eingang des Termitenhügels rutschte.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen
- er war mittlerweile bereits ärgerlich geworden-
faßte er den Zweig, zog ihn an sich, und bemerkte,
daß mehrere Termiten, die den Zweig wieder aus ihrem
Eingangsbereich entfernen wollten, nicht mehr rechtzeitig
losgelassen hatten. Sie hingen immer noch am Zweig.

Dieser Ur-usw-Enkel
(wir wollen ihn der Einfachheit halber Adam 1 nennen)
wurde später von seinen Nachfahren als der erste Werkzeugmacher
in der Geschichte vormenschlicher Lebewesen gefeiert.
(Auch heute noch werden einige Erfindungen auf ähnliche Weise gemacht.)

Von diesem Zeitpunkt an (oder auch etwas später)
nahm eine rasante Entwicklung ihren Lauf
Adam I hatte nur einen abgebrochenen Zweig "erfunden”
doch er konnte nicht absehen, was aus dieser Erfindung entstehen würde
.
Bald konnten seine Mitaffen selbst Zweige abbrechen.
Es dauerte nicht lange, (für damalige Begriffe) da entdeckte einer,
daß man nicht nur mit kleinen Zweigen in Termitenbügeln bohren konnte,
sondern daß man mit großen, schweren Zweigen
( die eine geeignete Form aufwiesen)
seinem unbeliebten Nachbarn auf den Kopf schlagen konnte,
was bei Streitereien fast immer zu einer sofortigen
Kapitulation  des Streithammels führte

(Anmerkung des Autors: der Streithammel war natürlich immer der Andere!)

Bis zu diesem Zeitpunkt war immer der jeweils körperlich
Stärkste einer Sippe auch der Boß dieser Gruppe .
Das war ein bewährtes System.
.
Wer der Stärkste war, blieb offensichtlich und unwidersprochen
Und nur dieser hatte  in der Regel das Recht auf Fortpflanzung.

Dadurch wurde vermieden, daß sich die in jeder Familie hin und
wieder auftauchenden feingliedrigen Intelligenzler allzusehr vermehrten.
Sie waren eigentlich nie gut gelitten, hatten sie doch immer
am Althergebrachten etwas auszusetzen.
Stets wollten sie etwas Neues machen.
Sie lebten daher auch meist am Rande der Gesellschaft.

Nun jedoch bahnte sich eine Entwicklung an,
die bis auf den heutigen Tag noch nicht abgeschlossen ist.

Plötzlich war nicht mehr automatisch der nächste Stärkere
der Nachfolger eines ausgeschiedenen Potentaten,
sondern Derjenige, der am wenigsten Skrupel hatte, die neu erfundene Waffe
(Sie erinnern sich, der große schwere Zweig mit der geeigneten Form)
auch gegen wirklich jedermann einzusetzen.

Es kam also nicht mehr allein auf Stärke an,
sondern auf Hinterhältigkeit, Verschlagenheit, Brutalität und Egoismus.
Wegen der jetzt einsetzenden "Auslese" entwickelten sich diese
Eigenschaften dann auch rasant weiter.

Man war allgemein froh, daß endlich die Herrschaft
der körperlich Starken zu Ende ging,
weil sich nun eine Art von Gleichberechtigung durchsetzte.

Wenn man ohne große Körperkraft auf die Welt gekommen war,
so konnte man dies in der Regel nicht ändern.
Die Bodybuilder waren noch nicht auf dem Vormarsch.

Die jetzt jedoch gefragten Eigenschaften konnte man sich aneignen.
Auch konnten nun die jeweiligen Herrscher eine persönlichere
Auswahl treffen, hatte sich doch die Zahl der möglichen
Bewerber um ihre Nachfolge beträchtlich erhöht.
Es sollte noch eine ganze Anzahl von Generationen dauern,
bis die gewonnenen Erkenntnisse sich gefestigt hatten,
und nun auch ganz gezielt nach neuen Möglichkeiten der
Weiterentwicklung gesucht wurde.

 

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