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Die Entwicklungen auf allen möglichen Gebieten hatten inzwischen ein
Ausmaß angenommen, daß die Herrscher
(niemand konnte sich inzwischen noch erinnern, warum einer aus ihrer Mitte herrschen durfte)
sich vor neue Probleme gestellt sahen.
Aber auch dafür ließ sich sicherlich eine Lösung finden.
Herrscher's dachten sich etwas aus, das ihre Macht absichern half.
Da die von ihnen beherrschten Gebiete zum Teil so groß und unübersichtlich
geworden waren, daß sie mit den herkömmlichen Mitteln
(Sie erinnern sich, Soldaten, Polizei, Beamte usw.)
nicht mehr zu regieren waren, hatten sie den sogenannten Adel geschaffen.
Es waren Leute, die sich besonders dabei hervorgetan hatten,
die Macht des Herrschers zu festigen
(natürlich nur; weil es auch für sie ein Vorteil war!)
Sie betrieben z.B. als Befehlshaber von Armeen besonders
die Vergrößerung des Landesgebietes.
Oder erwiesen sich auf andere Weise für die Machterhaltung nützlich.
Als Belohnung für ihre teils kriminellen Handlungen
wurde ihnen ein Stück des hinzugewonnenen Gebietes übereignet.
(Anmerkung des Verfassers,
Man muß sich das auf Zunge zergehen lassen)
Jemand vertreibt oder ermordet den Bewohner eines Stückchens dieser Erde,
nimmt es für einen sogenannten Herrscher in Besitz
-
und läßt es sich anschließend von seinem Herrscher teilweise “schenken"!
Nach heutigen Gesichtspunkten müßte diese Vorgehensweise eigentlich
als "Landwäsche" bezeichnet werden, heißt doch der gleiche Vorgang bei Geld "Geldwäsche”)
Meist wurde bei dieser "Schenkung" der Beschenkte dann geadelt.
Das heißt, seinem Namen wurde der Zusatz “von" gefolgt vom Namen des
hinzugewonnenen Landstriches hinzugefügt.
Von nun an konnte nicht nur das geschenkte Land, sondern auch der Name
an die Nachfahren vererbt werden.
Nun war von Stund an der Geadelte für die Abführung der Steuern und Abgaben
dieses Landstriches an den Herrscher zuständig.
Die Eintreiber von Abgaben machen so etwas dann natürlich nicht ohne Entgelt,
also mussten die Abgaben zunächst merkbar erhöht werden.
Trotz all dieser räuberischen Vorgänge wird noch heute dem Adel ,
auch wenn er total verarmt sein sollte,
ein besonderer gesellschaftlicher Stellenwert zugebilligt.
Das geschorene Schaf ehrt seinen Scherer, der es von einer
offensichtlichen Last -
Einige Schafe versuchen sogar, am zweifelhaften “Ruhm” derer “von und zu”
teilzuhaben, indem sie sich (gegen Bares versteht sich) adoptieren lassen.
Es muß den Status doch um mehr als nur einige Nuancen heben,
statt einfach Heinrich Meier
(besagter möge es entschuldigen, daß ich seinen guten Namen hier mißbrauche)
Heinrich von und zu Meierberg zu heißen!